Laufbericht vom Hamburg Marathon 2010
Nach dem härtesten Winter seit langem und den dadurch deutlich erschwerten Trainingsbedingungen, fand bei bestem Wetter und wolkenlosem blauen Himmel der diesjährige Hamburg Marathon statt. Bei Temperaturen um 21° C und durchgängigem – später erbarmungslosen – Sonnenschein, habe ich mir direkt einen Sonnenbrand eingefangen.
Auf die Rahmenbedingungen des 25- jährigen Jubiläumsmarathons war somit wie immer Verlass. Zwar waren die Wetterbedingungen für Läufer hart, gleichwohl für Zuschauer ideal, welche auch wie gewohnt zahlreich die Stecke säumten und die Läufer durch Jubel und Anfeuerung quasi in das Ziel bugsierten.
An diesen Marathon knüpften sich doch einige Erwartungen. Leider war jedoch zur allgemeinen Enttäuschung – gerade vor dem Hintergrund einer solchen Jubiläumsveranstaltung - die einzig nennenswerte Änderung im Vergleich zu den Vorjahren die Verlegung der Startunterlagenausgabe und Messe in den Schuppen 52, welcher sich in dem abgelegensten Teil des Hamburger Freihafens befindet. Zu erreichen war dieser durch einen Bus Shuttletransfer. Dieser glänzte im wesentlichen durch überfüllte Busse und „spanische“ Abfahrtszeiten. Die Messe selbst war im Vergleich zu den Vorjahren ein wenig geschrumpft, hielt jedoch das übliche Angebot bereit; besonders nennenswert hierbei die laute, originale Schweizer Kuhglocke der Firma Timex. Diese blieb jedoch leider auch das einzige - gratis - Gimmick der Veranstaltung. Vom Veranstalter wurde kein Extra, kein Werbegeschenk oder Gimmick in die Plastiktüte (Kleiderbeutel) getan. Ebenso lieblos sieht die diesjährige Medaille aus. Ein goldenes Rechteck, in welches lediglich der Titel der Veranstaltung, sowie auf der Rückseite ein Hinweis auf das Jubiläum eingestanzt ist.
Durch die erneut geschrumpfte Teilnehmer-, beziehungsweise Finisherzahl von lediglich 15.000 Läufern, herrschte auf der Strecke kein dichtes Gedränge, ganz anders als noch im Startblock (D) in welchem völlige Überfüllung herrschte. In dem Läuferdorf selbst, sowohl zu Beginn der Veranstaltung, als auch nach dem Zieleinlauf, war die Organisation - durch die bemühten Helfer- jedoch reibungslos.
Der Veranstalter hat für das nächste Jahr noch keinen Termin gefunden. Ich werde mich nach den Erfahrungen der letzten Jahre einmal nach Alternativen umsehen und einen anderen Frühjahrsmarathon in Angriff nehmen.
Teilnehmern aus anderen Bundesländern oder dem Ausland kann ich trotzdem uneingeschränkt zur Teilnahme raten. Die schönste Stadt der Welt, verbunden mit deren größter und schönster Sportveranstaltung ist ein Erlebnis.
Laufende Grüße,
ELPaso